Mit dem Grünen Punkt sollte alles besser werden: Um den wachsenden Müllbergen ein Ende zu bereiten, brachte im Jahr 1991 der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) die Verpackungsverordnung auf den Weg. Töpfers Idee: Wer Verpackungen herstellt, der soll auch die Kosten für deren Beseitigung tragen.
Unter „Beseitigung“ verstand der Gesetzgeber in erster Linie Recycling: Je nach ...
Herr Professor, warum sind Verpackungen, warum ist Plastik schlecht?
Prof. Michael Braungart: Es gibt eine Reihe von hochproblematischen Stoffen, vor allem die chlorierten Plasten gehören dazu, weil sie Recycling praktisch unmöglich machen und die Umwelt vergiften. Zudem ist es die Menge, die zum Problem wurde: 1980 wurden weltweit 48 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Heute sind es ...
Trinkhalme, Einwegbesteck, Plastikrührstäbchen für den Kaffee, bestimmte Plastiktüten, Getränkeverpackungen und die Wattestäbchen: Das Europaparlament hat Ende Oktober ein Verbot von neun aus Plastik hergestellten Produkten auf den Weg gebracht. Für Einwegflaschen aus Plastik schreibt das Parlament zudem ab dem Jahr 2025 eine Recyclingquote von 90 Prozent vor. Das Verbot soll greifen, sobald ...
© Christine Eben / NaturFreunde Bayern
Der am 5. November unterschriebene bayerische Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern sieht vor, die stark umstrittene Änderung des Alpenplans im Zusammenhang mit dem Riedberger Horn rückgängig zu machen. Dass der Alpenplan nun in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt wird, ist ein Erfolg der Umweltverbände.
Der seit 1972 bestehende Alpenplan ist als Teil des bayerischen ...
Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Die Missernte des Sommers 2018 hat gezeigt, dass die industrielle Landwirtschaft dem Klimawandel nicht gewachsen ist. Im Gegenteil: Sie feuert ihn weiter an. Sie zerstört die Bodenfruchtbarkeit, erschöpft die Wasservorräte und beschleunigt den Artenschwund. Die Ernährung zukünftiger Generationen steht auf dem Spiel.
Die Untätigkeit der Politik darf ...
Die Geschichte des deutschen Naturschutzes ist vielfältig und erfolgreich, hat aber auch dunkle Abschnitte. So wurde der Naturschutz in Deutschland seit seiner Entstehung auch als „Heimatschutz“ von antisemitischen und völkischen Strömungen mitgeprägt.
Heute engagieren sich Rechtsextreme im Natur- und Umweltschutz sowohl strategisch, um die bürgerliche Mitte zu erreichen, als auch aus Überzeugung ...
Die Regierungen dieser Welt haben in Paris beschlossen: Der Großteil der fossilen Energien muss im Boden bleiben. Denn die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist die Hauptursache der globalen Klimakrise. Sie verursacht Dürre und Hunger, Artensterben, Wetterextreme und Überflutungen. Millionen Menschen, besonders im Globalen Süden, bedroht der Klimawandel schon heute in ihrer Existenz und zwingt ...
Die Qualität der Gewässer in Deutschland ist alles andere als gut. Genau genommen haben nur 8,4 Prozent der heimischen Flüsse und Seen einen "guten ökologischen Zustand", wie ihn das europäische Wasserschutzrecht fordert. Neun von zehn Oberflächengewässern also nicht.
Dabei gibt es seit dem Jahr 2000 mit der sogenannten Wasserrahmenrichtlinie einen sehr hohen Schutzstandard in Europa. Doch viele ...
Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen rufen für den 27. Oktober zu einer Solidaritäts-Demonstration mit den friedlichen Aktionen zivilen Ungehorsams des Protest-Netzwerks Ende Gelände auf. Aktivist*innen von Ende Gelände wollen sich am letzten Oktober-Wochenende (25.–29.10.2018) vor Kohlebagger im Rheinischen Braunkohlerevier setzen und sie so zum Stillstand bringen. Die Solidaritäts- ...
Gut 18.000 Menschen sind am 6. Oktober in München während der "Mia ham‘s satt!"-Demonstration für die Forderungen "Bauernhöfe statt Agrarfabriken - Natur statt Flächenfraß - Saubere Luft statt Verkehrskollaps!" auf die Straße gegangen. Da sich die NaturFreunde Bayern sowie der NaturFreunde-Bezirk München schon seit Langem mit den Themen nachhaltige Landwirtschaft, Flächenfraß und Verkehr ...