Von Tüftlern, Sagen und Schicksalen

Bericht: NaturFreunde Freiburg erkunden das Schollachtal im Hochschwarzwald

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Das erste Highlight war bereits der Treffpunkt: Der Schneckenhof, früher „nur“ Wirtschaft, wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum Hotel erweitert, um Gästen aus Karlsruhe, Baden-Baden oder Freiburg einen schönen Aufenthalt mit Wintergarten sowie einem Pavillon und Springbrunnen im Garten zu bieten.Die Inhaber waren Wein- und Uhrenhändler, die weit herumgekommen sind, sogar bis nach England.

Man betrieb zur Erleichterung der Arbeit am gegenüberliegenden Bach durch Wasserkraft einen Seiltrieb. Da war die Idee fast schon auf der Hand, im Winter die Wasserkraft auch zu einem Skilift zu benutzen. So entstand die weltweit erste Anlage dieser Art, die den Wintersport wesentlich angenehmer machte.

Am Hang hinaus ging es in den Wald an einer der ältesten Tannen vorbei. Wir hören, dass am Kolmen zwei Menschen tot aufgefunden wurden und das Kolmewibli (eine Art Schollacher Loreley) ihr Unwesen treibt.

Hinunter ging es wieder ins Tal, die Straße wurde überquert, vorbei an der Kirch den Kirchweg hinauf. Auch auf diesem Weg findet sich versteckt ein Kreuz, dass an drei aufgefundene Tote erinnert. Am Ende des Kirchweges fand sich die Erklärung. Im Juli 1944 wurden fünf amerikanische Flieger auf Anordnung der NS-Kreisleitung ermordet. Auch ein Steinkreuz erinnert an die fünf Männer.

Vorbei ging es an verschiedenen Höfen, die alle ihre, zum Teil sehr merkwürdige Geschichte, haben. Von wiederkehrenden Gestalten ist die Rede, von Geräten, die sich selbst in Bewegung setzen, von Brandstiftungen und der Versorgung einer Eremitin.

Zum Ende hin durften wir noch eine Kapelle mit einem Altar aus dem 17. Jahrhundert besuchen und einem Kreuz zur Erinnerung an russische Soldaten, die während der Befreiungskriege 1816/17 hier untergebracht waren.

Ganz schön viel neu entdeckt in diesem schmalen Schwarzwaldtal. Am Ende durften wir noch einkehren im Schneckenhof. Dort findet sich noch eine alte Gaststube, die sowohl die Geschäftigkeit des Dorfes wie auch die Geselligkeit atmet. Ein gelungener Tag mit vielen Geschichten fand einen schönen Abschluß.

Dank gilt dem Breitnauer Bürgermeister Markus Kleiser, der uns seine Heimat gezeigt hat.

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